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Pregled bibliografske jedinice broj: 667699

Disertacija

Autor: Crnković, Igor
Naslov: Konstruktivistische und nativistische Spracherwerbstheorien
( Constructivist and nativist theories of language acquisition )
Vrsta: diplomski rad
Fakultet: Filozofski fakultet
Sveučilište: Sveučilište u Zagrebu
Mjesto: Zagreb
Datum: 25.09.
Godina: 2012
Stranica: 41
Mentor: Maja Anđel
Ključne riječi: Konstruktivismus; Nativismus; Spracherwerb
( constructivism; nativism; first language acquisition )
Sažetak:
Diese Arbeit sucht eine Antwort auf die Frage, wie ein Kind seine Muttersprache erwirbt. Entweder ist die Sprache ein universales, angeborenes System, welches zusammen mit der Herausbildung anderer kognitiver Fähigkeiten aktiviert wird, oder werden wir als „Tabula rasa“ geboren und erwerben unsere gesamten Erkenntnisse durch unsere sinnliche Wahrnehmung oder die Einflüsse aus unserer Umgebung. Aus diesen Grundansätzen haben sich die einflussreichsten Theorien über den Spracherwerb des Kindes im 20. Jh. entwickelt: auf einer Seite steht das nativistische Konzept Noam Chomskys, welches im Rahmen seiner Universalgrammatik beschrieben wurde. Diesem Modell zufolge ist ein geerbtes Vorwissen die Grundlage des Spracherwerbs beim Kinde. Das Kind trägt – Chomsky zufolge – schon von der Geburt an ein „Sprachorgan“ in sich, welches im Laufe der Herausbildung anderer kognitiver Mechanismen aktiviert wird. Sein Konzept steht im Gegensatz zur Theorie des berühmten Entwicklungspsychologen, Jean Piaget und seiner genetischen Erkenntnistheorie, welcher sein konstruktivistisches Modell zugrundeliegt. Dieses postuliert eine konstruktive Entwicklung der allgemeinen Erkenntnissprozesse durch die Wechselwirkung der psychomotorischen Entwicklung, der Entwicklung der Sinneswahrnehmung und der kognitiven Strukturen beim Kind, welches unter Einfluss der sozialen Umgebung eine individuelle Repräsentation der Welt entwickelt. Anders als bei Chomsky sind diese Strukturen nicht angeboren, sondern werden im Laufe des Entwicklungsprozesses schrittweise erworben. Sowohl der Nativismus, als auch der Konstruktivismus wurden als Gegensatz zur Lerntheorie des Behaviorismus entworfen, welche davon ausging, dass das Kind als unbeschriftetes Blatt geboren wird und sein ganzes Wissen instinktiv durch den Kontakt mit seiner Umgebung erwirbt, wobei alles Wissen auf dem Grundprinzip „Stimulus-Response“ beruht. Sowohl Chomsky, als auch Piaget fanden dieses vereinfachte und starre Prinzip als unzureichend und mangelhaft und gaben mit ihren Theorien zwei unterschiedliche, aber gleichzeitig auch anregende Ansätze, die (beide) sowohl zahlreiche Anhänger, als auch heftige Kritiker fanden. Ein historischer Rückblick auf die Geschichte der Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie zeigt, dass die Gegensätze des Nativismus und Behaviorismus (und Konstruktivismus) auf zwei Weltansichten beruhen, die teilweise schon in der altgriechischen Philosophie zu finden sind: einerseits der Rationalismus, welcher von der Ideenlehre Platos hervorgeht, andererseits der Empirismus, dessen Grundzüge schon in der Philosophie und Logik Aristoteles zu finden sind. Die Kluft zwischen den beiden Weltanschauungen intensivierte sich im Streit des Empiristen John Locke und des Rationalisten Rene Descartes und dauerte bis zu Kants Idealismus und dem sog. „Psychologismus- Streit“ zwischen den Logikern und den Psychologen. Abschließend wird die Debatte zwischen Piaget und Chomsky und die Auseinandersetzung der beiden Theorien im Stift Royaumont 1975 behandelt sowie die Möglichkeit einer Versöhnung der Weltanschauungen in der Zeitgenössischen Gehirnforschung und Psycholinguistik in Erwägung gezogen.
Projekt / tema: 130-1300869-0826
Izvorni jezik: GER
Znanstvena područja:
Filologija
Upisao u CROSBI: Maja Anđel (mandel@ffzg.hr), 22. Pro. 2013. u 13:00 sati



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