Im Rahmen von zwei internationalen Forschungsprojekten wurde die Grundwasserschutzfunktion einiger typischen Boden aus Karstgebieten untersucht. In verkarsteten Karbonaten ist die Grundwasserstromungsgeschwindigkeit extrem hoch und das Grundwasser äußerst verletzbar. Die Boden stellen oft die einzige Kontaminationsbarriere dar. Anhand einer komplexen interdisziplinaren Laboruntersuchung der gestorten und ungestorten Bodenproben aus Roschen wurde gepruft, ob und wie gut die Barrierefunktion gewahrleistet wird. Dabei spielt die Bodendurchlassigkeit eine entscheidende Rolle. Vier verschiedene Methoden wurden angewandt (Triaxialpermeameter, Oedometer, Bestimmung anhand von Korngrossenverteilung, Feldversuche), um moglichst reale Intervalle vom Durchlassigkeitsbeiwert kf zu ermitteln. Die Interpretation wird auf die Mineralogie und (semiquantitative) Tonmineralogie der Boden bezogen, die ebenfalls eine Abschatzung des Riickhaltevermogens erlauben. In der Slowakei konzentrierte sich die Forschung auf die Karstgebirge in der Nahe von Dobra Voda (Kleine Karpaten) und Silica (Slowakischer Karst). Die ermittelten k~Werte sind in der Grof3enordnung von 10–7 m.s–1 bei Rendzina bis zu 10–10 m.s–1 bei Luvisol (Parabraunerde), wobei die Quellung von Smektit sehr wichtig fur das allmahliche Schlie(3en der Makroporen in wassergesattigten Boden ist. Der Gehalt an Smektit kann aber in den untersuchten Bodenproben von dem selben Bodentyp stark schwanken. Die Feldversuche sind derzeit in Bearbeitung. |