crta
Hrvatska znanstvena Sekcija img
bibliografija
3 gif
 Naslovna
 O projektu
 FAQ
 Kontakt
4 gif
Pregledavanje radova
Jednostavno pretraživanje
Napredno pretraživanje
Skupni podaci
Upis novih radova
Upute
Ispravci prijavljenih radova
Ostale bibliografije
Slični projekti
 Bibliografske baze podataka

Pregled bibliografske jedinice broj: 847903

Zbornik radova

Autori: Erstić, Marijana
Naslov: Luchino Viscontis kristalline Götterwelten
( Crystallized Images... )
Izvornik: Le dieu caché? Lectura christiana des italienischen und französischen Nachkriegskinos / Uta Felten, Stephan Leopold (ur.). - München : Stauffenburg , 2011. 151-163 (ISBN: 978-3-86057-520-8).
Dio CC časopisa: NE
Skup: XXX. Romanistentag, sekcija "Le dieu caché? – Lectura christiana des italienischen und französischen Nachkriegskinos" (internacionalni simpozij)
Mjesto i datum: Universität Wien, Austrija, 26.09.2007
Ključne riječi: Luchino Visconti; Film
( Luchino Visconti; film )
Sažetak:
"La caduta degli dei" – der Titel dieses Filmes beschreibt ein ständiges Thema des filmischen Schaffens von Luchino Visconti: "das Verschwinden einer epistemologisch fassbaren Transzendenz", das seit Nietzsche in den philosophischen Theorien des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts immer wieder postuliert worden ist und dessen "ruinöse Episteme" für das italienische Kino der Nachkriegszeit symptomatisch sind. Der in den Filmen inszenierte Ver-Fall, sei es des christlichen Gottes, sei es der antiken oder germanischen Götter, wird dabei immer wieder zur Kernfrage erhoben. Beide – der Gott und die Götter – haben, so scheint es, in der von Krieg und Unruhe gezeichneten Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts keinen Platz mehr, die immer wiederkehrenden Epiphanien sind von morbidem Ästhetizismus geprägt. Sie bleiben gleichsam 'Pathosformeln' einer 'Götterdämmerung', die in den Filmen vielleicht ein letztes Mal wiedererweckt wurden und die gerade durch ihre filigrane, kristalline und zerbrochene Struktur eine neue Phase in der Geschichte des Film-Bildes einleiteten – das Zeit-Bild. Doch wird mit diesen Viscontischen Zeitbildern ein "Simulacrum von Transzendenz" geschaffen, "in dem die Kamera das Auge Gottes […] suppliert" "und so ein cinéma spirituel" hervorbringt, werden damit schon "Absenz und Präsenz" in ein "paradoxales Miteinander" übertragen oder führt die gebrochene, kristalline Struktur der Bilder nicht vielmehr das Ende einer götterähnlichen Instanz vor? Sind die Filme Luchino Viscontis gerade mit ihrer vergangenen, nicht mehr einzufangenden Sinnlichkeit das Symbol einer endgültigen, weil musealen Absenz? Der Film präsentiert sich bei Visconti als ein Substitut des Spirituellen, der "ontologische Mangel" und die "visuelle Simulation" werden hier als ein 'zerfallendes Kristall' (Deleuze), als eine auf die Transzendenz und Einheit verweisende, jedoch nicht mehr mit ihnen zusammenfallende Umbruchsstelle inszeniert. So gelangt das Universum der Götter zu seinem Ruin, auch wenn mitunter bis zum Schluss an der Vorstellung, alles müsse sich ändern, damit alles bleibe wie es ist, festgehalten wird. Die Götterwelten finden ihre weltlichen Pendants in den mal titanischen, mal dekadenten Figuren und bergen so ein memento mori und einen endgültigen Abschied vom Göttlichen in sich.
Vrsta sudjelovanja: Predavanje
Vrsta prezentacije u zborniku: Cjeloviti rad (in extenso)
Vrsta recenzije: Međunarodna recenzija
Izvorni jezik: GER
Kategorija: Znanstveni
Znanstvena područja:
Filologija,Znanost o umjetnosti
Tiskani medij: da
Upisao u CROSBI: Marijana Erstic (marijana.erstic@public.carnet.hr), 5. Pro. 2016. u 20:09 sati



Verzija za printanje   za tiskati


upomoc
foot_4